Presseberichte

Bericht Wochenspiegel 30.09.2017 

Berichte der Saarbrücker Zeitung:

https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarbruecken/zusammen-sind-wir-weniger-allein_aid-2419485

https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarland/galia-verein-fuer-neues-wohnen-feiert_aid-139067

https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarland/seniorenverein-stellt-wohnprojekt-vor_aid-1063967

https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarland/seniorenverein-will-seine-idee-endlich-wirklichkeit-werden-lassen_aid-1333906

 

 

Berich der SZ 4 Juli 2017 „Zusammen ist man selten allein“  10 Jahre Galia e.V. 

Veröffentlichung mit Zustimmung der Saarbrücker Zeitung vom 5.07.2017  durch die SZ Redaktion Martin Rolshausen

Senioren organisieren selbstbestimmtes Wohnen

„Zusammen sind wir weniger allein“

Saarbrücken. Vor zehn Jahren wurde der Verein „Gemeinsam aktiv leben im Alter“ (Galia) gegründet. Die Gruppe arbeitet gerade am dritten Wohnprojekt auf dem Saarbrücker Rastpfuhl. Von Martin Rolshausen

„Unsere Eltern“, sagte Theo Klapheck, „haben die Weichen zu spät gestellt. Für uns war klar: Wir machen das früher.“ Mit „das“ meinte der ehemalige Filialleiter  von Hettlage im Neunkircher Saarpark-Center ein „selbstbestimmtes Leben im Alter“. „Früher“ war im Sommer 2007. Klapheck war 70 Jahre alt, als er mit Gleichgesinnten  den Verein „Gemeinsam aktiv leben im Alter“ (Galia) gründete. Als „Ziel“ formulierte der Verein, dessen Sprecher Klapheck ist,  „das gemeinschaftliche Wohnen in einer verbindlichen Nachbarschaft“. Als „Leitmotive“ wählte er „gegenseitiges Interesse, Hilfe und Anregung“.

Bis aus der Theorie etwas Konkretes wurde, vergingen sechs Jahre. Im August 2013 zogen Galia-Mitglieder  in ein Haus auf dem Rastpfuhl. Ein Investor, mit dem der Verein das Wohnprojekt mit zwölf Eigentumswohnungen und einem Gemeinschaftsraum an  der Ecke Trifels-/Eifelstraße geplant hatte, gab auf. Ein zweiter brachte die Idee zum erfolgreichen Ende. Im Juli 2015 legte der Verein dann noch einen drauf: Das zweite „Gemeinschaftliche Wohnprojekt“, diesmal mit 31 Mietwohnungen und einem Gemeinschaftsraum, wurde im Knappenroth verwirklicht. „Galia II“, wie der Verein es nennt, ist ein „generationenübergreifendes Wohnprojekt für Jung und Alt“.

Die beiden  Häuser  liegen 300 Meter voneinander  entfernt. Das macht es leicht möglich, gemeinsame Aktivitäten zu planen. Die Bewohner verabreden sich zu Kino-  und Theaterabenden, besuchen Kurse. Ebenfalls im Knappenroth entsteht nun ein „Wohnpark“ mit fünf Häusern und jeweils 16 Wohnungen. Im kommenden Jahr soll der Komplex bezugsfertig sein. In einem der Häuser soll das dritte Galia-Wohnprojekt Wirklichkeit werden.  Es gebe dafür „bereits eine stetig wachsende Interessentengruppe“, teilt der Verein mit.

 Bevor allerdings die Einweihung von „Galia III“ gefeiert wird, steigt eine andere Party. Am 8. Juli 2017 feiert der Verein  ab 15 Uhr sein Zehnjähriges im Naturfreundehaus in Kirschheck. Menschen, die am Verein und seinen Projekten Interesse haben, sind willkommen, sagt Theo Klapheck. Wer sich die Wohnprojekte in der Eifelstraße und im Knappenroth anschauen will, hat dazu am 2. September Gelegenheit. Von 15 bis 18 Uhr stehen die Türen zur Besichtigung offen. Auch die Baustelle von „Galia III“ kann besucht werden. Die BewohnerInnen der bereits bestehenden Projekte stehen den Besuchern für Fragen zur Verfügung.

Für den Verein war eine wichtige Frage zum Beispiel immer: „Wie gehen wir damit um, wenn jemand von uns pflegebedürftig wird?“ „Da müssen wir die Erwartungshaltungen mit den Möglichkeiten der Gruppe in Einklang bringen“, erklärte Theo Klapheck in der Anfangsphase des Vereins. Klar sei: Die Gruppe könne „überbrückend helfen, aber nicht dauerhaft pflegen“. Klapheck: „Was wir können: Hilfe organisieren und beistehen, bis sie da ist.“

Was Theo Klapheck schon vor Jahren erklärt hat, gilt weiter: Mit dem Galia-Verein sei das so ähnlich wie in der Gesellschaft der Stachelschweine, von denen Arthur Schopenhauer einst erzählte. Die Stachelschweine drängten sich an einem kalten Wintertage recht nah zusammen, um sich durch die gegenseitige Wärme vor dem Erfrieren zu schützen. Ihre Stacheln sorgten dann aber dafür, dass sie sich wieder voneinander entfernten. Es dauerte eine Weile, bis die Stachelschweine eine Entfernung zueinander gefunden hatten, die nicht schmerzte, aber genügend Wärme spendete. So laufe das auch bei Galia, sagte Klapheck ein Jahr nach der Gründung des Vereins. Die Mitglieder rücken mal näher zusammen, entfernen sich wieder ein Stück voneinander, kommen sich wieder näher.  Aber immer haben sie das gemeinsame Ziel im Blick: Im Alter so zu wohnen, dass sie möglichst lange selbstbestimmt handeln können.

Kontakt: Theo Klapheck, Tel. (06 81) 98 57 34 47, Klaus Vollmann-Lohrig, E-Mail Vollmann-Lohrig@gmx.de,     Andreas Deutscher, E-Mail: Andreas.deutscher@gmail.com

 

09.10.2015     Elke Ferner bei der Eröffnung des Wohnprojekts „Knappenroth“ in Saarbrücken

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend – Elke Ferner eröffnet Wohnprojekt _Knappenroth_ in Saarbrücken